letztes Update: Mai 2009

Paris fast umsonst - für Schüler und Studenten

Reisen macht Spaß und muss nicht teuer sein - nach diesem Motto bin ich für 8 Nächte und 6 Tage nach Paris geflogen und habe es mir gut gehen lassen. Wenn du wissen willst, wie man günstig in Paris lebt, bist du hier richtig! Praktische Tipps, Preise, Routen etc.

Die Vorbereitung - Wie viele Leute? -
Wie lange? - Abfahrt - Wann und wo?

Tipp: Allein reisen ist blöd, zwei oder vier Leute, die sich gut kennen sind optimal! So kann man sich auch mal teilen wenn die Interessen doch auseinander gehen.

Tipp: 6 Tage sollten es schon sein, damit sich die Reise lohnt, am besten von Sonntag- oder Montagabend bis Freitag- bzw. Samstagfrüh. Der Vorteil wenn ihr abends losfliegt und früh zurückfliegt liegt darin, dass die Flugtickets dann meist preiswerter sind.

Tipp: Wer nicht in Berlin oder Umgebung wohnt, sollte sich mit dem Flug auch gleichzeitig ein Bahnticket besorgen. Mit dem Sparpreis 50 der Deutschen Bahn kommt man recht zuverlässig und schnell nach Berlin.

Tipp: Als Fluggesellschaft lohnt sich easyjet.com. Hier gibts die Flüge ab Berlin Schönefeld direkt nach Paris Orly.

Der Flug

Tipp: Umso zeitiger du buchst, desto billiger wird es. Dies gilt sowohl für den Flug als auch die Zugtickets. Die Flüge, die abends in das Urlaubsland gehen und früh aus dem Urlaubsland führen sind meist billiger. Bei dem Bahnticket lohnt es sich, wenn jemand unter den Reisenden eine Bahncard hat und dieser die Karten bestellt. Achtung, beim Sparpreis 50 ist man an einen bestimmten Zug zu einer bestimmten Uhrzeit gebunden. Man sollte also ruhig eine Bahn eher nehmen um nicht den Flug zu verpassen, denn Umbuch bei easyjet.com wird teuer. Die Flugbuchung geht online ganz einfach, jedoch brauchst du hier wieder eine Kreditkarte.

Die Unterkunft

Tipp: Wer eine Kreditkarte hat oder Zugang dazu, sollte diese Möglichkeit unbedingt nutzen und bei der "Auberge Internationale des Jeunes" die Unterkunft für die komplette Zeit zu buchen. Die Preise sind nach Saison gestaffelt. In den Sommerferien zahlt man 17,00 € / Nacht inkl. Frühstück und man hat keine Curfew (Ausgangssperre). In dieser Jugendherberge jedoch früh anzurücken in der Hoffnung, man bekommt schon noch ein Zimmer geht meist daneben. Vorher reservieren und die erste Nacht per Kreditkarte bezahlen ist daher angesagt. PS: Jungs und Mädels schlafen getrennt und das Frühstück besteht aus einem halben Baguette und Marmelade sowie einem heißes Getränk aus dem Automaten. Kaltes Bier aus dem Automation oder 10 Minuten Internet gibts in der Jugendherberge auch für nur 1,00 €. Mehr Infos unter: http://www.aijparis.com. Oder gleich reservieren: aij@aijparis.com.

Die Verpflegung

Tipp: Wer in Paris sparen will, muss nicht Hungern. Supermärkte gibt es direkt neben der Jugendherberge (ED oder Monoprix). Monoprix hat allerdings die bessere Auswahl und günstigeren Preise (achtet auf die Hausmarke Monoprix). Baguettes sollte man jedoch immer direkt beim Bäcker kaufen, für 0,70 € bekommt man eines dieser langen Weißbrote, welches für den ganzen Tag reicht! Zusammen mit Frischkäse oder Frühstücksfleisch, Salami etc. hat man so ein günstiges Mittagessen. Zum Abendbrot gibts dann entweder einen "Döner" oder was vom Chinesen. Die Preise ähneln den deutschen sehr, man muss sich nur ein bisschen umschauen. PS: Der Döner in Frankreich wird nicht im echten Fladenbrot serviert.

Tipp: Bier und Wein bekommt man auch zu deutschen Preisen, jedoch kostet der liebliche Rotwein in Frankreich sehr viel und ist selten. Lieblicher Rose ist jedoch billig zu bekommen. Vom Bier her lässt sich Kronenbourg empfehlen, im 10er Pack (0,25cl Flaschen) für 3,87 € .

Die öffentlichen Verkehrsmittel

Tipp: Paris ist eine Stadt der Fußgänger. Wer gut zu Fuß ist, braucht kein Metro-Ticket. Wer jedoch nur drei Tage für Paris hat, sollte evtl. auf Einzelfahrten (eine Stunde kostet 1,40 €), Tageskarten (für 5,70 €) oder die Carte Orange (gibt es für eine Woche beginnend am Sonntag für 15,70 €) zurückgreifen. Für die meisten Zeitkarten braucht man ein Passbild, also gleich aus Deutschland mitnehmen!

Tipp: Die Metro fährt fast ausschließlich unterirdisch, hier sieht man absolut nichts von der Stadt, außer das U-Bahn-Feeling. Wer zu Fuß entlang der Seine spaziert sieht in zwei bis drei Stunden ca. die Hälfte der Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Tipp: Die älteste Metrostation und zugleich auch die tiefste lautet: "Abbesses" (Linie 12). Der Jugendstileingang und Graffity-Abstieg zeigt, wie die Stationen früher aussahen.

Die Eintrittspreise

In vielen Museen (französisch) (deutsch) ist der Eintritt inzwischen für Schüler, Studenten zwischen 18 und 25 Jahren und Lehrkörper aus der EU kostenlos.

SehenswürdigkeitEintrittBemerkungen
Erwachsene18-25 JahreKinder
Louvre 9,00 € frei bis 18 frei mittwochs und freitags ab 18 Uhr 6,00 €, Online-Tickets
Pompidou 10,00 € oder 12,00 € frei unter 18 Jahren kostenlos von 18 bis 25 Jahre 8,00 € oder 9,00 €, jeweils abhängig von der Jahreszeit, Online-Ticket
Musee d'Orsay 8,00 € frei bis 25 Jahre kostenlos 5,50 € ermäßigter Eintritt von 26 bis 30 Jahre
Eiffelturm 1. Stock
2. Stock
Obergeschoss
4,80 €
7,80 €
12,00 €
keine Ermäßigung 2,50 €
4,30 €
6,70 €
Kinder bis einschl. 11 Jahre,
zu Fuß in den 1. oder 2. Stock: 4,00 € für über 25 Jahre, darunter 3,10 €
Musée de l'érotisme 8,00 € keine Ermäßigung keine Ermäßigung 3,00 € Discount bei vorheriger Anmeldung
Musée Picasso 8,50 € frei bis 25 Jahre kostenlos 6,50 € ermäßigt
Espace Dalí Montmatre 10,00 € keine Ermäßigung unter 8 Jahren kostenlos 6,00 € für Kinder und Studenten unter 26 Jahren
Eintrittspreise wichtiger Sehenswürdigkeiten in Paris. (Stand: Mai 2009)
Tipp: Kulturell hat Paris natürlich auch ganz viel zu bieten. Jedoch braucht man nicht überall rein. Das Louvre (Eintritt 9 € - gibt keine Ermäßgiung, außer mittwochs und freitags ab 18 Uhr für 6,00 €) ist wirklich nur für äußerste Kunstliebhaber. Von der Mona Lisa ist jeder enttäuscht, hunderte von Touristen, die ihr Souvenier-Foto schießen wollen und klein ist das Gemälde auch!

Tipp: Wer moderne Kunst mag, sollte unbedingt in das Pompidou. Für 10,00 bis 12,00 € bekommt man hier viel geboten - die Sonderausstellungen müssen jedoch extra bezahlt werden. Zugegebenermaßen sättigt aber die Dauerausstellung auch die Meisten.

Tipp: Wer nach Paris kommt um das Leben zu genießen und sich für Kunst weniger interessiert, sollte sich trotzdem das Musee d'Orsay für 8,00 € anschauen, auch wenn einen die lange Schlange erst abschrecken sollte, es geht schnell voran und lohnt sich auf jeden Fall. Das Musee d'Orsay schließt da an, wo das Louvre endet und hört dort auf, wo das Pompidou anfängt. Viele bekannte Werke von Degas, Monet, Gaudi, Renoir, Matisse, Rodin und Van Gogh findet man hier, auch auch das Museum an sich (ein umgebauter Bahnhof) begeistert viele. Misse auf keinen Fall einen Besuch der Dachterasse und verschnaufe hier, bevor die berühmtesten Werke im 5. Stock anschaust.

Tipp: Um einen guten Ausblick auf Paris zu bekommen, sollte man in den Stadteil Montmatre fahren und sich dort an den Fuß des Sacre Coer stellen. Auch den Eiffelturm zu Fuß bis zum 2. Level für 4,00 € zu besteigen ist bei gutem Wetter lohnenswert.

TIPP-TIPP: Wenn du unter 18 Jahre bist, kommst du in fast alle Museen kostenlos herein. Vielleicht hast du ja auch einfach vergessen, deinen Ausweis mitzubringen und machst das den Ticketverkäufern klar :-)

Gefahren ausweichen

Tipp: Nachts sollte man nie allein unterwegs sein, schon garnicht auf Straßen die leer sind.

Tipp: Selbst in einer Gruppe ist man nachts nicht sicher, sobald man sich an einem öffentlichen Platz niederlässt, wird man von Jugendgruppen nach Zigaretten gefragt und fühlt sich evtl. belästigt. Hier hilft wahrscheinlich nur ignorieren und auf deutsch reden und sagen, dass man sie nicht versteht.

Tipp: Diebstahl in der Metro, auf Flohmärkten oder in Warteschlangen sind sehr beliebt. Das Geld hat man am sichersten in einer Brusttasche am Körper. Fotoapparat und Rucksack sollte man stets gut im Auge behalten. Handtaschen sind überall eher unangebracht, da leicht zu stehlen. Die Diebe sind meist ältere Männer oder Jugendlich die angeheuert werden.

Tipp: Nicht mit dem Bier in der Öffentlichkeit herumlaufen, sondern am besten in eine Papiertüte einwickeln und nicht gar zu offensichtlich trinken.

Tipp: Die meinsten Parks schließen gegen 20 Uhr, dort sollte man sich auch nicht bemühen über die Zäune zu springen.

Tipp: Die Metro zum Schwarzfahren zu benutzen ist eine schlechte Idee, vor allem mit geringen Französischkenntnissen ist man hier schnell in Schwierigkeiten.

Tipp: Ohne Französisch gehts oft schwer, daher sollte man sich bemühen, wenigstens ein "Hallo", "Sprechen Sie Englisch" (Parlez-vous anglais?), und "Tschüss" (au revoir oder salut) auf französisch hinzubekommen. Ansonsten kommt man mit Englisch fast überall zurecht. Probleme könnte es aber im Restaurant oder beim Taxifahren geben.

Tipp: Die Metrostationen sind über Nacht geschlossen, man sollte sich also vorher erkundigen, wann die letzte Metro fährt (meist zwischen 0:30 Uhr und 1:30 Uhr) . Ansonsten kann es passieren, dass du die Nacht nicht im durchgelegene Herbergsbett, sondern auf einer Bank im Uringeruch unter der Erde verbringen musst.

Typisch Paris

Sehenswürdigkeiten

 

Gehasst von den einen geliebt von den anderen. Der Tour de Eiffel wurde einst als Wahrzeichen der Weltausstellung von 1889 gebaut und sollte 20 Jahre später wieder abgerissen werden, jedoch überlebte das Bauwerk die Jahre durch verschiedenste historische Entwicklungen (Radioantenne, Fernsehantenne, Abhörstation). Es lohnt sich zu Fuß für 3,00 € die erste und zweite Platform zu erlaufen und den Blick bei schönem Wetter zu genießen!

 

Eiffelturm

 
 
 

Mittlerweile nur noch ein Touristennap. Das Gebäude ist tagsüber genau so hässlich wie nachts und eine Show für 120,00 € will man sich auch kaum leisten. Lohnenswert ist dafür das Musée de l'érotisme. Hier gibt es erotische Kunst in Form von Figuren, Bildern und Filmen für 8,00 € auf ganzen 7 Etagen.

 

Moulin Rouge
&
Musée de l'érotisme

 
 
 

Mitten in der Stadt gelegen, am Place de la concorde beginnend und vor dem Louvre endend ist der Jardin des Tuileries. Bei Sonnenschein tummeln sich hier viele Einheimische wie auch Touristen. Um das Pariser Stadtleben zu genießen muss man diesem Garten mindestens einen Besuch abstatten und ein bisschen Zeit zum Entspannen mitbringen.

 

Jardin des Tuileries

 
 
 

Ein Museum in einem ausgedienten Bahnhof - noch dazu einer der schönsten der Welt. Wo bekommt man so etwas schon geboten? Das Musée d'Orsay ist das Zwischenstück zwischen Louvre und Pompidou wenn man die zeitliche Einordnung der ausgestellten Werke betrachtet. Unbedingt hingehen!

 

Musée
d'Orsay

 
 
 

Entlang der Seine findet sich das Viertel St-Germain-des-Prés. Dieser Ort bietet sich optimal an um eine Pause zu machen und sich in einem Cafe niederzulassen. Ganz wie es früher Hemmingway und viele andere berühmten Dichter, Schriftsteller und Philosophen taten.

 

St-Germain-
des-Prés

 
 
 

Im Herzen von Paris liegt diese gigantische Kathedrale mit allen gotischen Merkmalen die man sich denken kann. Auch der Innenraum dieses mächtigen sakralen Gebäudes lässt einem einen Schauer über den Rücken laufen. Rund 200 Jahre dauerte es um die Notre-Dame fertigzustellen.

 

Notre-Dame
de Paris

 
 
 

Diese Insel ist fast ein Stadtteil für sich. Mit der prächtigen Notre-Dame und der Insellage bietet sie ein gemütliches Flair zum Entspannen.

 

Île de
la Cité

 
 
 

Ein muss für jeden, der Paris besucht. Selbst wenn man nicht kunstinteressiert ist, verlockt das Gebäude und die Masse an Menschen die vor dem winzigen Gemälde der Mona Lisa stehen.

 

Musée du
Louvre

 
 
 

Die Prachtstraße von Paris mit all ihren luxoriösen Cafes, Restaurants und Shops. Dieser Platz ist besonders bei Nacht interessant, wenn der Eifelturm in regelmäßigen Abständen beleuchtet wird. Aber auch tagsüber kann man hier einige Zeit mit Shoppen verbringen.

 

Arc de
Triomphe & Anvenue des Champs-
Élysées

 
 
 

Mitten im Zentrum von Paris befindet sich dieser Obelisk am Place de la Concorde. Er ist ein guter Ausgangspunkt zum Tuileriengarten, Louvre, Champs Élysées und Arc de Triomphe.

 

Place de
la Concorde

 
 
 

Nicht nur bei Tag beeindruckend - dieser riesige Platz wo sich einst solch bedeutende Geschichte für ganz Europa abgespielt hat. Jetzt steht nur noch eine Säule, welche an die Revolution erinnert. Doch rings um den Platz finden sich einige gemütliche Cafes und Passagen.

 

Place de
la Bastille

 
 
 

Schon der Vorgarten mit seinen obskuren Figuren ist beeindruckend. Ebenso atemberaubend ist das Gebäude an sich und die riesige Austellung mit jeglicher »Modern Art« aus aller Welt.

 

Centre
Georges
Pompidou

 
 
 

Das Picasso Museum stellt das künstlerische Leben Pablo Picassos in eindrucksvoller Weise dar. Es gibt einen kompletten Überblick über jede seiner Schaffensphasen.

 

Musée
Picasso

 
 
 

Der wohl hässlichste Markt in ganz Paris. Früher gab es hier eine Markthalle und viele Stände. Jetzt gibt es Beton, Stahl und Glas - gefüllt mit Fast-Food Restaurants. Trotzdem ist es ganz empfehlenswert, sich das ganze mal anzuschauen!

 

Forum
des Halles

 
 
 

In diesem Szene-Stadtviertel kann man sich tagelang - oder besser nächtelang - aufhalten und all die interessanten Menschen beobachten, einen Kaffee genießen oder einige der Sehenswürdigkeiten - Sexmuseum, Windmühle, Sacré-Coeur... - besuchen.

 

Montmatre

 
 
 

Die Basika ist eine der schönsten Kirchen von Paris. Sie besticht durch ihre Lage, Größe und die weiße Farbe.

 

Basilique
du Sacré-
Coeur

 
 
 

Das Sexmuseum in Monmatre zeigt die Geschichte vom Liebesakt von der Antike über die 60er bis hin zur Gegenwart.

 

Musée de l'Érotisme

 
 
 

Das Dalimuseum zeigt eine - den meisten Menschen unbekannte - Seite von Dali. Hier sind hunderte Zeichnungen und viele Plastiken ausgestellt, welche nicht so populär sind aber dennoch sehr interessant für Kunstliebhaber sind.

 

Espace Montmatre Salvador Dalí